Mein Weg in die Ambulante Kinderkrankenpflege: Wie aus einem angehenden Lehrer ein Kinderkrankenpfleger wurde

Mit meinen fast vier Jahren Berufserfahrung in der Pflege würde ich mich eher als Neuling bezeichnen. Und als Mann in der Ambulanten Kinderkrankenpflege eher als ein Exot.

Bevor ich mich für den Pflegeberuf entschieden habe, wollte ich mal Lehrer werden und habe lange Jahre studiert. Und das auch noch gerade für diejenigen Fächer, für die man die Jugend heute kaum noch begeistern kann: Deutsch, Geschichte und klassische Philologie. Doch manchmal kommt alles anders als geplant… Und so fand ich über Umwege in die Kinderkrankenpflege und hab es seitdem nicht bereut.

Die ersten Schritte

Während der Ausbildung gefiel es mir in der Neonatologie sehr gut, da man dort am ehesten die ganzheitliche Pflege praktizieren konnte. Nach der Ausbildung kam ich dann ohne Umwege in den Bereich der außerklinischen pädiatrischen Intensivpflege. Meine ersten Eindrücke sammelte ich in einer Intensiv-Wohngemeinschaft für Kinder und lernte dort positive wie negative Aspekte dieser Form der Pflege kennen.

Wo ganzheitliche Pflege mit Zeit für die Patienten groß geschrieben wird

Nach einer Neuorientierung entschied ich mich vor reichlich zwei Jahren dazu in die 1:1 Pflege zum Kindl zu wechseln und habe diesen Schritt bis jetzt nicht bereut. Was mir in der Klinik so oft fehlte, was in der Form der Intensiv-WG bisweilen unausgereift und schwankend wirkte, fand ich dort: den Ansatz der ganzheitlichen Pflege, nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis.

Wer den unterschiedlichen Pflegealltag der einzelnen Versorgungsformen mit ihren Vor- und Nachteilen kennt, der schätzt den Pflegealltag in der 1:1 Pflege umso mehr und findet das, was im stationären Alltag leider meistens fehlt: Zeit für Pflege.

Ambulante Kinderkrankenpflege heißt wach sein, das Kind dauerhaft beobachten, im Notfall sofort reagieren, ohne Arzt im Hintergrund. Doch trotz der Konstanten von Behandlungspflege und körperbezogenen Pflegemaßnahmen, findet man im Arbeitsalltag immer die Flexibilität mit den kleinen Schützlingen gemeinsam schöne Momente zu erleben, Ausflüge zu unternehmen oder eine Schul-/ und Kindergartenbegleitung zu gewährleisten.

Eine hohe, fachliche Qualifikation – unverzichtbar!

Sich in einem Bereich (oder mehreren Bereichen) mittels Weiterbildung zu spezialisieren schadet nie. In der ambulanten Kinderintensivpflege ist dies gar ein Muss!

Und so widmete ich mich nun nach meinen ersten Jahren der Pflegepraxis auch der Weiterbildung. Meinen Abschluss als „Fachkraft für außerklinische pädiatrische Beatmung“ konnte ich vor kurzem erfolgreich abschließen, was mir ein großes Anliegen war.

Als nächsten Schritt möchte ich mich gern in der Palliative Care mit zusatzlichem pädiatrischen Schwerpunkt weiterbilden, um auch in diesen schwierigen Situationen souveräner und adäquater agieren zu können. Denn leider ist die Lebenserwartung unserer kleinen HeldInnen zumeist verkürzt.

Wenngleich mir die Theorie nicht völlig neu war, ist es durchaus von Vorteil das eigene pflegerische Handeln mittels neuerer Erkenntnisse zu reflektieren und neuen Input in die tägliche Praxis zu transferieren. Zudem kann der fachliche Austausch helfen, neue Lösungen für alltäglich gewordene Probleme zu finden.

Und so freue ich mich auf kommende Fort- und Weiterbildungen und danke unserem lösungsorientierten, kompetenten Unternehmen und Leitungspersonal, welches stets bereit ist mit Engagement seine MitarbeiterInnen zu unterstützen und Ihnen die Möglichkeit gibt, sich in einem Bereich (oder mehreren Bereichen) mittels Weiterbildung zu spezialisieren.

Autor: David F., Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bei der Mobilen Ambulanten Pflegepartner GmbH & Co. KG – Münchner Kindl, Thüringer Kindl

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