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Finanzierung

Die häusliche Kinderkrankenpflege hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, dennoch spielt sie im Größenvergleich innerhalb der ambulanten Pflegelandschaft eher eine „Nebenrolle, da die Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit einem erhöhten Hilfe- und Pflegebedarf im Verhältnis zu der Gruppe der älteren pflegebedürftigen Menschen einen verschwindenden Anteil beträgt.

Aufgrund dieser Tatsache gibt es keine speziellen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die häusliche Kinderkranken pflege, sondern die Finanzierungsgrundlagen orientieren sich an den gesetzlichen Bestimmungen der häuslichen Kranken pflege.

Jedoch beziehen sich die inhaltlichen Ausführungen in diesen Gesetzen vorrangig auf die Versorgung von alten und pflegebedürftigen Menschen. Das besondere Tätigkeits- und Leistungsprofil der häuslichen Pflege und Betreuung von chronisch kranken und/oder intensiv-pflegebedürftigen Kindern (und auch intensivpflegebedürftigen Erwachsenen) wird dadurch nur selten abgedeckt.

Trotz politischer Bemühungen (Bundesverband der Häuslichen Kinderkrankenpflege) ist bisher bundesweit keine einheitliche und adäquate Finanzierung gewährleistet, die die besonderen (Pflege- und Betreuungs) Bedürfnisse (schwer) kranker Kinder und ihrer Familien in der häuslichen Kinderkrankenpflege berücksichtigt.


Die pflegerische Betreuung jedes einzelnen Kindes muss mit den Kostenträgern einzeln verhandelt werden. Vereinzelt gelingt es Anbietern häuslicher Kinderkrankenpflegedienste mit Krankenkassen Sonderverträge auf der Basis von Stundensätzen oder Tagespauschalen abzuschließen.